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Heinrich Mann Digital

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LEBEN, WERK, NACHLASS –
EINE TRANSNATIONALE REKONSTRUKTION





Heinrich Manns Nachlass ist weltweit auf viele Archive zerstreut. Das ist kein Zufall, sondern eine Folge der Brüche und Verwerfungen des 20. Jahrhunderts und somit auch der Biografie des Dichters. Ausgehend von den wichtigsten Wirkungsorten seines Lebens erzählt die virtuelle Ausstellung des Literaturarchivs der Akademie der Künste, Berlin die Geschichte des Nachlasses und stellt das internationale Kooperationsprojekt Heinrich Mann DIGITAL vor, das erstmals sämtliche Werkmanuskripte, Notizbücher und Briefe Heinrich Manns in einem Online-Portal zusammenführen wird.
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LÜBECK

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Am 27. März 1871 wird Luiz Heinrich Mann als erstes Kind des Kaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann und seiner Ehefrau Julia (geb. da Silva-Bruhns) in der Freien und Hansestadt Lübeck geboren. Vier Jahre später, 1875, kommt der jüngere Bruder Thomas Mann zur Welt; es folgen die Geschwister Julia (1877), Carla (1881) und Viktor (1890).


»Ich bin aus Lübeck, einer freien Stadt, mein Vater sass im ›Senat‹. Die väterliche Familie war immer schon dort in der Kaufmannschaft. Dagegen war von meinen beiden Grossmüttern die eine portugiesische Brasilianerin, die andere Tochter eines französischen Schweizers, der im Gefolge der Napoleonischen Kriege nach Lübeck kam.«
Brief von Heinrich Mann an Félix Bertaux, Bad Schachen am Bodensee, 10. Mai 1923.

Abbildung: Das Holstentor in Lübeck, undatiert. Foto: o.A. (AdK, Berlin, TMS 55).

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»Etwas weniger Fremdheit und Steifheit! Etwas mehr Derbheit und Geschwisterlichkeit! Ich finde immer, Geschwister sollten sich garnicht überwerfen können. Sie lachen sich aus oder schreien sich an, aber sie nehmen nicht schaudernd von einander Abschied. Denke doch an die Beckergrube No. 52! Alles Übrige ist sekundär!«
Brief von Thomas Mann an Heinrich Mann, München, 1. April 1909.

Abbildung: Heinrich Mann mit den Geschwistern Carla, Thomas und Julia, Lübeck, undatiert. Foto: o.A. (AdK, Berlin, HMA 3816).


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ITALIEN

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Nach dem Tod des Vaters siedelt die Familie Mann 1893 nach München über. Heinrich Mann, der 1891 noch Volontär im S. Fischer Verlag in Berlin und Gasthörer an der Friedrich-Wilhelms-Universität gewesen ist, beginnt zu reisen: 1884 nach St. Petersburg, 1893 nach Paris sowie zwischen 1895 und 1898 durch Italien. Längere Aufenthalte in Rom und Palestrina verbringt er zeitweilig gemeinsam mit seinem Bruder Thomas.
Während der Italienreisen kauft Heinrich Mann eine Vielzahl verschiedener Ansichtskarten. Erst 1961 gelangen die Postkarten, die Heinrich Mann 1928 in München zurückgelassen hatte und die später in Prag, anschließend in Schweden verwahrt wurden, in das Archiv der Akademie der Künste, Berlin.


»Ich ging, sobald ich konnte, heim nach Italien. Ja, eine Zeitlang glaubte ich zu Hause zu sein. Aber ich war es auch dort nicht; und seit ich dies deutlich spürte, begann ich etwas zu können.«
Heinrich Mann, Autobiografische Skizze, geschrieben für Albert Langens Verlagskatalog 1894–1904, München 1904.

Abbildung: Aus Heinrich Manns Sammlung italienischer Ansichtskarten: Rom (AdK, Berlin, HMA 3864).
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»Sein zweifellos vollendetster Roman aus diesen zehn Jahren ist ›Die kleine Stadt‹, hundert Figuren in einer Dekoration wie etwa die Bergstadt Palestrina; eine ganze Stadt in all ihrer Bewegtheit, mit Kämpfen, Liebe, Musik, dem Tod durch Leidenschaft, den versöhnten Gegnern aus Verständnis und Nachsicht: Das Leben Italiens, wie einer damals es sah.«
Heinrich Mann, Autobiographie. Geschrieben für einen Katalog des Mondadori Verlags, Mailand 1946.

Abbildungen: Heinrich Mann, Die kleine Stadt. Roman, Manuskriptfassung, erste Seite und eigenhändige Zeichnung, ohne Ort, um 1907–1909 (AdK, Berlin, HMA 60).
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MÜNCHEN

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Bis 1914 ist Heinrich Manns Leben ein umtriebiges. Zwischen seinen vielen Reisen hält er sich immer wieder in München, Berlin und in Riva am Gardasee im Sanatorium von Dr. von Hartungen auf. Dies ändert sich mit seiner Heirat am 12. August 1914 – kurz nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Gemeinsam mit seiner Frau, der tschechischen Schauspielerin Maria (Mimi) Mann (geb. Kanová, 1886–1947), nimmt er sich einen festen Wohnsitz in München. 1916 wird seine einzige Tochter Henriette Maria Leonie geboren.


»Meine Frau ist die Tochter eines Prager Kaufmannes. Sie war beim tschechischen Theater und wollte zur deutschen Bühne übergehn, als wir uns kennen lernten. Meine Frau erleichtert mir das Leben auch durch ihre Gabe der Menschenbehandlung. Seit 1916 haben wir eine Tochter.«
Heinrich Mann, Lebenslauf für den Personalbogen der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin, um 1926.

Abbildung: Postkarte mit Stadtansicht von München, undatiert (Foto: Wilhelm Hoffmann AG).
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Heinrich Mann, Romanschriftsteller und DramatikerMünchen 1920.

Film: Filma 1920 (Bundesarchiv, B 142885-1).

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1906 beginnt Heinrich Mann, Material für einen Roman zu sammeln, über den er schon seit einiger Zeit nachdenkt: Protagonist ist der deutsche Bürger Diederich Heßling, der sich in den Obrigkeitsstaat Kaiser Wilhelms II. untertänig einfügt und die angelernten Unterdrückungsmechanismen fortführt. 1914 abgeschlossen, stellt Der Untertan nicht nur eine genaue, ironisch distanzierte Analyse der wilhelminischen Epoche dar, er sagt auch deren Ende voraus. Doch kann der weitsichtige Text aufgrund der mit dem Krieg einsetzenden Zensur zuerst in Deutschland nicht veröffentlicht werden. Der Druck in der Zeitschrift Zeit im Bild wird abgebrochen. 1915 erscheint zunächst eine russische Ausgabe des Untertan; 1916 veranlasst der Verleger Kurt Wolff schließlich einen Privatdruck. Eine Publikation, die das Buch der deutschen Öffentlichkeit zugänglich macht, ist aber erst 1918 möglich: Nach wenigen Wochen sind 100.000 Exemplare verkauft.   


»Den Roman des bürgerlichen Deutschen unter der Regierung Wilhelms des Zweiten dokumentierte ich seit 1906. Beendet habe ich die Handschrift 1914, zwei Monate vor Ausbruch des Krieges, – der in dem Buch nahe und unausweichlich erscheint. Auch die deutsche Niederlage. Der Faschismus gleichfalls schon: wenn man die Gestalt des ›Untertan‹ nachträglich betrachtet. Als ich sie aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht.«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].

Abbildungen: Postkarte von Inés und Rudolf Schmied an Heinrich Mann, Berlin, 11. Februar 1906, mit Porträt Wilhelms II. (AdK, Berlin, HMA 2336).
Heinrich Mann, Der Untertan, Privatdruck, Titelseite, Leipzig, München 1916 (AdK, Berlin, HMA 14).

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Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird von Teilen der deutschen Bevölkerung und von vielen Intellektuellen euphorisch begrüßt: »Krieg! Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden und eine ungeheure Hoffnung«, heißt es in Thomas Manns Gedanken zum Kriege von 1914. Heinrich Mann stellt sich dieser Kriegsbegeisterung entgegen und veröffentlicht 1915 in der Zeitschrift Die weißen Blätter seinen Essay Zola: ein leidenschaftliches Plädoyer für Frieden und Demokratie. Gleichzeitig enthält der Text eine implizite Kritik an der Haltung Thomas Manns. Die Diskrepanz der weltanschaulichen Standpunkte beider Brüder, die mit dem Beginn des Kriegs offen zu Tage tritt, führt zu einem, mehrere Jahre währenden Konflikt.      


»In meinem, ›Zola‹ betitelten Protest war es, dass ich gegen die auftrat, die sich, so musste ich es ansehen, vordrängten, um zu schaden. Nicht gegen Dich nur, gegen eine Legion. Anstatt der Legion sind es heute nur noch einige Verzweifelte; Du selbst schreibst wehmütig; – u. Dein letztes Argument wäre nur der Vorwurf des Bruderhasses? Ich kann Dir betheuern, wenn nicht beweisen, dass er mich nicht trifft. Nie aus solchem Gefühl habe ich gehandelt – u. habe ihm grade entgegengehandelt, als ich Annäherung suchte sogar in der Zeit, als es hoffnungslos schien.«
Brief von Heinrich Mann an Thomas Mann: Versuch einer Versöhnung, München, 30. Dezember 1917.

Abbildungen: Heinrich Mann, Zola, Notizen zum Essay, geschrieben auf der Rückseite eines Kuverts von Maria Mann an Heinrich Mann, ohne Ort, 1915 (AdK, Berlin, HMS 3981).
Heinrich Mann, Zola, Manuskriptfassung, erste Seite, München, 11. Oktober 1915 (AdK, Berlin, HMS 3979).

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BERLIN

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1928 trennt sich Heinrich Mann von seiner Familie und zieht nach Berlin. Maria und Leonie Mann bleiben auch nach der 1930 vollzogenen Scheidung in der Leopoldstraße 59 in München wohnen. Heinrich Mann überlässt ihnen nicht nur die Wohnung mitsamt der Einrichtung, sondern auch die Manuskripte seiner bis dahin entstandenen Werke, seine Briefschaften und seine Bibliothek.
Berlin, Hauptstadt der Weimarer Republik und aufsteigende Metropole, ist Zentrum eines vielfältigen kulturellen und literarischen Lebens in Deutschland. Heinrich Mann bezieht eine Wohnung in der Fasanenstraße 61.
1931 wird der Autor zum Ersten Vorsitzenden der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste gewählt, der er seit 1926 angehört. Als Mitglied und Vorsitzender setzt sich Heinrich Mann insbesondere für Demokratie, Menschenrechte und die Freiheit der Kunst ein und prägt mit diesem Engagement die Akademie entscheidend.


»Grade jetzt beendete ich einen ›Bericht‹ an die Preussische Akademie über ›Dichtkunst und Politik‹, wo ich die unbeschränkten Rechte des freien Geistes vertrete. Ich meine im Grunde: halten, so lange man kann! Aber sich auf etwas anderes doch vorbereiten.«
Brief von Heinrich Mann an Félix Bertaux, München, 20. Mai 1928.

Abbildung: Berlin, Ansicht von Spree, Dom und Schloss, 1925 (Foto: I. M. B. Extra).
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Zwischen 1929 und 1930 wird Heinrich Manns Roman Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen unter dem Titel Der blaue Engel in den Ufa-Ateliers in Neubabelsberg verfilmt. Die Hauptrollen spielen Marlene Dietrich und Emil Jannings. Entwürfe, Fassungen sowie das Manuskript zu diesem berühmten Buch Heinrich Manns, das 1905 im Münchener Verlag Albert Langen erschienen war, gelten als verschollen.

Abbildungen: Heinrich Mann, Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen. Roman, Titelseite der Broschur des Erstdrucks, München 1905 (AdK, Berlin, Nachlassbibliothek).

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»Ich trug nunmehr den Titel eines ›Präsidenten der Dichter-Akademie‹, wie man sagte, obwohl ich einfach Vorsitzender der literarischen Sektion in der Akademie der Künste war. Das bedeutete, wenn man wollte, einen amtlichen Rang; ob ich mochte oder nicht, stellte es mich in die Öffentlichkeit, wo einer unaufhörlich photographiert wird.«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].

Abbildung: Marta Feuchtwanger, Heinrich Mann, Tilly Wedekind und Lion Feuchtwanger bei einem Festbankett des PEN-Clubs anlässlich des 60. Geburtstags von Heinrich Mann, Berlin, 12. April 1931. Foto: Erich Salomon (AdK, Berlin HMA 3713).
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EMIGRATION

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Als einer der Mitunterzeichner des Dringenden Appells des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, in dem dazu aufgerufen wird, sich gegen Hitler zu verbünden, steht Heinrich Mann 1933 unter verschärfter Beobachtung der Nationalsozialisten. Sie erzwingen seinen Ausschluss aus der Preußischen Akademie der Künste. Kurz danach muss der Schriftsteller Berlin überstürzt in Richtung Frankreich verlassen. Zeit, seine Bibliothek und seine seit 1928 verfassten Manuskripte in Sicherheit zu bringen, bleibt ihm nicht. Seine Wohnung in der Fasanenstraße wird beschlagnahmt und eine Lücke in der späteren Nachlassüberlieferung entsteht.
In Heinrich Manns Handgepäck befinden sich nur wenige Handschriften: die Manuskripte zum Henri Quatre-Roman, an dem er in Berlin gearbeitet hatte, sowie einige Notizbücher und ein Taschenkalender. Zum Tag der Flucht ist hier ein einziges Wort notiert: »abgereist«.


 »Aus einem Fenster der Akademie, Pariser Platz, sah ich die berittene Schutzpolizei aufziehen, bei der Wache am Brandenburger Tor. Die Zurufe aus der gedrängten Menge klangen wie Hilferufe in der äussersten Stunde: Noch ist Zeit! Aber es war keine mehr.
Am 15. Februar 1933 wurde ich aus der Akademie entfernt.«
Brief von Heinrich Mann an Alfred Kantorowicz, Los Angeles, 3. März 1943.

Abbildung: Berlin, Ansicht Pariser Platz und Brandenburger Tor, um 1936. Foto: o.A. (AdK, Berlin, Foto-PrAdK 938).
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Infolge einer Warnung reist Heinrich Mann am 21. Februar 1933 aus Berlin ab. Er fährt mit der Bahn nach Frankfurt am Main und am Folgetag über Karlsruhe nach Kehl, wo er zu Fuß die Rheinbrücke überquert. Auf Seite sieben seines Reisepasses, rechts oben, zeugt der schräg gesetzte Stempel von der Einreise nach Straßburg in Frankreich.
Im französischen Exil wird ihm schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Fortan gilt Heinrich Mann als staatenlos.


 »Die ›Papiere‹ sind der Stempel des Zeitalters, sie prägen jeden nach Mass und Wert.«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].




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EXIL IN FRANKREICH

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Nach seiner Ankunft in Straßburg reist Heinrich Mann weiter Richtung Südfrankreich. Er macht Zwischenstationen in Sanary-sur-Mer, Toulon sowie Bandol und bleibt schließlich in Nizza. Die an der Côte d’Azur gelegene Stadt ist ihm von früheren Urlaubsaufenthalten bekannt, nun mietet er sich dort eine Wohnung:
»Plötzlich sah der persönlich Bedrohte sich über der Grenze, in Frankreich. Von den Katastrophen sich selbst auszunehmen, hatte er verlernt; aber F[ran]k[rei]ch war kein Exil. Er hatte dort gelebt, hatte Freunde, oder fand sie gerade jetzt.«
Heinrich Mann, Autobiographie, geschrieben für einen Katalog des Mondadori Verlags, Mailand 1946.


»Ich schicke Dir ein zehn Jahre altes Bild aus Frankeich, als das Leben gut war.«
Brief von Heinrich Mann an Viktor Mann, Los Angeles, 28. September 1946.

Abbildung: Postkarte von Heinrich Mann an Maria Mann, Nizza, 21. Februar 1914 (AdK, Berlin, HMA 635).
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»Es ist wohl derart, daß das Exil mich beruhigte, belebte, sehr fähig machte, weil der Henri, mit seinem Land, das Exil bestimmte.«
Brief von Heinrich Mann an Franz Carl Weiskopf, Los Angeles, 10. Juli 1947.

Abbildungen: Heinrich Mann, Die Jugend des Königs Henri Quatre. Roman, Manuskriptfassung, beendet am 8. Juni 1935, erste und zweite Seite (FML, Los Angeles, Heinrich Mann Papers).
Postkarte aus Heinrich Manns Ansichtskartensammlung: Das Schloss in Pau, Geburtsort des Königs Henri IV. (»Pau – Le Château et le Gave à vol d’oiseau«). Foto: Edition Central Office, Pau (AdK, Berlin, HMA 3866).
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Heinrich Manns erste Frau Maria und ihre Tochter Leonie spüren in Deutschland eine wachsende Bedrohung und Unsicherheit. Sie siedeln Mitte März 1933 aus München nach Prag über, zu den Eltern Maria Manns. Die gesamte Wohnungseinrichtung, einschließlich der Papiere und der Bibliothek Heinrich Manns, bleibt in der Münchener Leopoldstraße zurück. Mit Unterstützung der tschechoslowakischen Regierung wird später die Freigabe der Wohnung erwirkt: Im Frühjahr 1934 können das Mobiliar sowie die Bücher nach Prag transportiert werden.


»Wenn je ein Mensch, hat Thomas Garrick Masaryk mir wohlgetan und geholfen. 1933, ich war schon in Frankreich, erklärte er meine Münchener Wohnung für tschechoslowakisches Eigentum und schaffte sie nach Prag. Bis 1938 haben Bücher, Bilder und der Besitz der Vorfahren ein Asyl gehabt. Was dann?«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].

Abbildungen: Thomas G. Masaryk, Staatspräsident der Tschechoslowakei, Prag, Juli 1932. Foto: o.A. (Bundesarchiv, Bild 102-13623 / CC-BY-SA 3.0).
Brief von Heinrich Mann an Thomas G. Masaryk, Nizza, 1. September 1934 (AKPR, Prag, Akte Heinrich Mann, File Number 1647, Archival Box Number 313).


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Heinrich Manns Engagement gegen die Nationalsozialisten bricht auch im französischen Exil nicht ab. Im Gegenteil: Sein Widerstand wird noch nachdrücklicher, seine politischen Artikel und Aufrufe zahlreicher. Im Kampf für Meinungsfreiheit und Demokratie übernimmt er bedeutende Ämter: Er wird Ehrenvorsitzender des Schutzverbands Deutscher Schriftsteller, Präsident der Deutschen Freiheitsbibliothek und des Deutschen Exil-PEN in Paris sowie Vorsitzender des Vorbereitenden Ausschusses der deutschen Volksfront. 1935 findet in Paris ein internationaler Schriftstellerkongress »zur Verteidigung der Kultur« statt. Als Heinrich Mann das Rednerpult betritt, erheben sich im Saal der Maison de la Mutualité Tausende Zuhörer.


»Der Sommer des Jahres 1935 wird mir denkwürdig bleiben durch den Internationalen Schriftsteller-Kongreß, der Ende Juni in Paris abgehalten wurde. Es war etwas völlig Neues: so viele schaffende Intellektuelle aus vielen Ländern, mehreren Erdteilen, aber alle von derselben Front, alle zur ›Verteidigung der Kultur‹ entschlossen.«
Heinrich Mann, Ein denkwürdiger Sommer, in: Internationale Literatur, Moskau 1936.

Abbildung: Heinrich Mann anlässlich des Internationalen Schriftsteller-Kongresses zur Verteidigung der Kultur in Paris am 24. Juni 1935. Am Tisch von rechts: André Malraux, André Gide und Louis Aragon. Foto: o.A. (AdK, Berlin, HMS 8840).
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»Wer war ich, dass eine fremde Nation sich meiner annahm, mich nach ihrem Konsulat in Marseille bestellte, mich in die Hand ihres Konsuls den Treueid ablegen liess? Ich sprach die tschechischen Worte nach, falsch natürlich, denn ich kannte sie nicht. Wer war ich, dass diese Nation den Mann, verstossen aus der seinen, ehrenvoll aufnahm und für ihresgleichen gelten liess bis hinein in ihre eigene Verlassenheit?«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].

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Nelly Kröger, mit der Heinrich Mann seit 1929 eine Liaison verband, flieht ebenfalls aus Deutschland und folgt dem Autor nach Nizza. Der mehr als 25 Jahre Ältere hatte die als Animierdame arbeitende Nelly Kröger in einer Berliner Bar kennen gelernt. Am 9. September 1939, wenige Tage nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, heiratet das Paar in Frankreich.


»In Bandol am Meer, Anfang des Sommers, stand unversehens meine Frau im Zimmer, war von Berlin, auf Umwegen über Dänemark, mir nachgereist, der größte Beweis von Anhänglichkeit, den ich im Leben empfangen habe. Die acht Jahre Frankreich waren, ob mit der schlimmsten Zukunft vor Augen, eine glückliche Zeit.«
Brief von Heinrich Mann an Franz Carl Weiskopf, Los Angeles, 10. Juli 1947.

Abbildungen: »Livret de Famille«, Heiratsurkunde von Heinrich und Nelly Mann, Nizza, 9. September 1939 (AdK, Berlin, HMA 515).
Nelly Mann, ohne Ort, undatiert. Foto: o.A. (AdK, Berlin, HMS 8839).
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FLUCHT IN DIE USA

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Südfrankreich ist nur für einige Jahre ein sicherer Aufenthaltsort für deutsche Emigranten. Im September 1940 wird nach der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten die Situation auch dort bedrohlich. Der fast siebzigjährige Heinrich Mann und seine Frau Nelly nehmen die Flucht über die Pyrenäen auf sich, sie überqueren vom französischen Cerbère aus die Grenze zu Spanien und erreichen schließlich Lissabon. Mit einer der letzten verfügbaren Schiffspassagen können sie in die USA reisen. Ihr Gepäck lassen sie sich nachschicken. Vermutlich unbeabsichtigt bleiben einige Manuskripte und Briefe in Nizza zurück.

»Schwerlich vergesse ich die ansteigende Strasse nach dem Bahnhof, weithin nur wir, mit unseren Rucksäcken, die wir der Unbefangenheit wegen am Arm schlenkerten. Sie enthielten aber alles, was wir greifbar besassen. Unser Gepäck sollte folgen, wenn ein ansässiger Geschäftsmann es besorgte. Früher oder später musste auch er von hinnen. Er starb gleich ganz.«
Heinrich Mann, Ein Zeitalter wird besichtigt, Stockholm [1946].

Abbildung: Lissabon, Ansicht des Hafens, Mai 1941. Foto: Annemarie Schwarzenbach (SLA-Schwarzenbach A-5-24/071).
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Nach kurzem Aufenthalt in Lissabon und der Überfahrt mit dem griechischen Dampfer »Nea Hellas« kommen Heinrich und Nelly Mann am 13. Oktober 1940 in New York an, wo sie von Thomas Mann begrüßt werden. Sie nehmen vorerst einen Wohnsitz in Los Angeles. Im Oktober 1948 zieht Heinrich Mann weiter nach Santa Monica.


»Lieber Heinrich, endlich ist unser aller brennender Herzenswunsch erfüllt, und ihr habt das unselige Frankreich hinter euch! Bis zu uns, das ist nun der kleinere Schritt.«
Brief von Thomas Mann an Heinrich Mann, Los Angeles, 22. September 1940.

Abbildung: Thomas Mann begrüßt den Bruder Heinrich Mann bei der Ankunft per Schiff in New York, 1940. Foto: Pix Inc. (ETH, Zürich, TMA 558).
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Von den in Nizza gepackten Bücherkisten Heinrich Manns fehlt Monate nach seiner Ankunft noch jede Spur: »In den Kisten sind einige handgeschriebene Manuskripte, die wertvoll sind, gar nicht zu sagen, wie glücklich Heinrich wäre, seine für ihn wertvolle Bibliothek (unwiederkäuflich) zu haben«, so Nelly Mann in einem Brief an eine Freundin. Nach Oktober 1941, – der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt – kommen die Bücher und Manuskripte in New York an und werden in einem Lagerhaus deponiert. Geld für Lagerung und Weitertransport nach Kalifornien ist nicht vorhanden – eine angedrohte Versteigerung der Bibliothek konnte durch Spenden von Freunden abgewendet werden. Am 29. Oktober 1942 erfolgt der Abtransport aus New York, Ende Oktober 1942 kommt Heinrich Mann erst wieder in den Besitz seiner Bücher und Manuskripte.  

Abbildung: New York City zwischen 1936 und 1938. Foto: Annemarie Schwarzenbach (SLA-Schwarzenbach A-5-11/311).
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Heinrich Mann findet in Amerika keine neue Heimat: Die englische Sprache ist ihm nicht vertraut, seine Werke werden in den USA nicht verlegt und kleinere Arbeiten für den Film bieten keine künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten. Finanzielle Sorgen beschweren die letzten Lebensjahre des Schriftstellers. Im Dezember 1944 nimmt sich seine Frau Nelly Mann das Leben. Heinrich Mann bleibt in dem ihm fremden Land alleine zurück.

»Nach Amerika verschlagen, verlor er durch den Tod seine geliebte Frau, unter deren Augen er seine vorige, geliebte Arbeit getan hatte. Verloren hatte er Europa, mit dem er gelebt, ohne das er sich nicht kannte.«
Heinrich Mann, Autobiographie, geschrieben für einen Katalog des Mondadori Verlags, Mailand 1946.

Abbildung: Heinrich Mann in seiner letzten Wohnung in Santa Monica, um 1949/50. Foto: o.A. (ETH, Zürich, TMA 945).
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Obwohl Heinrich Manns Jahre in Amerika von Sorgen, Schicksalsschlägen und Einsamkeit geprägt sind, ist der Autor bis ins hohe Alter literarisch produktiv. Zu seinem Spätwerk gehören drei Romane, mehrere Aufsätze und seine Memoiren, die 1946 unter dem Titel Ein Zeitalter wird besichtigt erscheinen. Der aufklärerische-historische Dialogroman Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen bleibt Fragment.
Noch kurz vor seinem Tod übergibt der Autor seinem Schriftstellerkollegen Lion Feuchtwanger Romanmanuskripte, Aufsätze und Briefe aus den 1920er- bis 1940er-Jahren.


»Nun, Fragmente sind auch etwas. An ein Ende gelangt man doch nie, so wenig mit den eigenen Bemühungen wie mit der Betrachtung der Welt.«
Brief von Heinrich Mann an Maximilian Brantl, Los Angeles, 31. Oktober 1947.

Abbildungen: Heinrich Mann, Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen. Der Kronprinz, Titelseite, ohne Ort, um 1948/49 (AdK, Berlin, HMA 62).
Heinrich Mann, Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen. Outline, erste Seite, ohne Ort, undatiert (AdK, Berlin, HMA 66).
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Am 11. März 1950 verstirbt Heinrich Mann in Santa Monica.    


»Es war still. Die Helligkeit des Gartens war gelöscht. Die Welt schlief gelähmt wie in Nächten ihrer ausgebrochenen Katastrophen, wenn auch wir müde sind und das Wort niederlegen.« 
Heinrich Mann, Der Atem. Roman, Amsterdam 1949.

Abbildung: Arno Mohr, Bildnis Heinrich Mann, Aquatinta-Radierung, um 1950 (AdK, Berlin, KS-Druckgrafik DR 3365).
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NACHLASSGESCHICHTE UND ARCHIVSTANDORTE

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Der plötzliche Tod Heinrich Manns am 11. März 1950 verhindert seine Rückkehr nach Deutschland und die Übernahme des Präsidentenamtes an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin. Zu Ehren des Schriftstellers gründet die Akademie, die sich wenige Monate zuvor in der DDR neu konstituiert hatte, am 6. Juni 1950 das Heinrich-Mann-Archiv.  


»Ich halte es für dringend geboten, dass die Akademie der Künste sofort die Frage überprüft, wie wir durch eine geeignete Sammlung (Archiv u.a.) das literarische Erbe von Heinrich Mann verwerten können. Vielleicht wäre es zweckmäßig, dass die Akademie sich die Aufgabe stellt, die Gesamtausgabe der Werke von Heinrich Mann zu bearbeiten und dafür eine entsprechende Stelle schafft.«
Brief des Ministers für Volksbildung der DDR, Paul Wandel, an den ersten Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste, Arnold Zweig, Berlin, 3. April 1950.

Abbildung: Das Haus der Deutschen Akademie der Künste am Robert-Koch-Platz, Berlin, 19. November 1955. Foto: Zentralbild Reinsch (Bundesarchiv, Bild 183-34196-0001 / CC-BY-SA 3.0).
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Die Manuskripte, Arbeitsunterlagen und Briefe Heinrich Manns, die 1934 von München nach Prag überführt worden waren, überdauern den Krieg in einem Keller in der Tschechoslowakei. Nachdem Maria Mann 1947 an den Folgen der Haft im Konzentrationslager Theresienstadt verstirbt, befinden sich die nachgelassenen Papiere Heinrich Manns in der alleinigen Obhut der Tochter Leonie. Ab 1951 übergibt sie einen Großteil der Unterlagen sukzessive dem Archiv der Akademie der Künste der DDR. 1954 wird sie zur rechtmäßigen Alleinerbin erklärt. 1956 und 1957 gelangt der »Amerika-Nachlass« Heinrich Manns nach Prag. Im November 1957 schenkt Leonie Mann-Aškenazy den gesamten literarischen Nachlass ihres Vaters der Regierung der Tschechoslowakischen Republik. Sie empfiehlt, den Bestand der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin zu übereignen.

Abbildung: Das Verpackungsmaterial, in dem der »Amerika-Nachlass« von Heinrich Mann 1956 nach Prag transportiert wurde. Foto: o.A. (AdK, Berlin, Foto-AdK-O 4204).
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»Seit dem Jahr 1926, dem Tage ihrer Gründung, gehörte Heinrich Mann der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste an, seit dem Jahre 1931 war er ihr Präsident. Seine Wahl gab ihm Anlaß zu einer Rede, in der er ein bekanntes Wort von Karl Marx variierend davon sprach, dass es die Aufgabe des Künstlers sei, die Welt darzustellen, um sie zu ändern. Als die Deutsche Demokratische Republik in der Nachfolge der ehemaligen Preußischen Akademie der Künste die Deutsche Akademie der Künste zu Berlin schuf, wählten wir als unseren berufensten Präsidenten den noch in der Ferne weilenden Heinrich Mann.«

»Willig akzeptierte er den Ruf, da raffte der Tod ihn hinweg. […] was seine Feder festgehalten hat, nehmen wir dankbar aus den Händen des tschechoslowakischen Staates und aus Ihren Händen, Frau Leonie Mann, entgegen. Die Gabe ist verpflichtend. Wir haben bisher alles in unseren Kräften stehende getan, um der Stimme Heinrich Manns das ihr gebührende Echo zu sichern. Wir werden es mit liebender Sorgfalt auch in Zukunft tun.«
Rede von Bodo Uhse, gehalten bei der Übergabe des Heinrich-Mann-Nachlasses in Prag am 6. Februar 1958 (AdK, Berlin, Bodo-Uhse-Archiv 297/1).

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Der Einschnitt, den die politische Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland bedeutete, hatte nicht nur Folgen für den Lebensweg Heinrich Manns, sondern auch für die Erhaltung seiner Manuskripte, Notizbücher, Briefe und Bücher. Die Nachlassteile sowie weitere Dokumente und Materialien liegen heute weltweit zerstreut in verschiedenen Archiven: in Berlin, Los Angeles und Prag sowie in Marbach am Neckar, Lübeck, München und Genf.

Abbildung: Max Oppenheimer, Heinrich Mann, ohne Ort, undatiert, Fotografie eines Drucks, Verbleib des Ölgemäldes unbekannt (AdK, Berlin, HMA 3658).
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Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin
(AdK, Berlin)

Umfang des Heinrich-Mann-Archivs: 49 Kästen
Laufzeit: 1885 bis 1950
Umfang der Heinrich-Mann-Sammlung: 60 Kästen
Laufzeit: 1764 bis 2009
Nachlassbibliothek Heinrich Mann: 4.710 Bände

Der größte Teil des Nachlasses befindet sich im Heinrich-Mann-Archiv in der Akademie der Künste, Berlin. Er besteht aus vier Teilnachlässen, die zwischen 1951 und 1961 in Ostberlin zu einem Archivbestand zusammengeführt wurden. Dazu gehören:
1) der »Münchener-Nachlass«,
2) ein herausgelöster Teil des »Münchener-Nachlasses«,
3) der »Frankreich-Nachlass«,
4) der »Amerika-Nachlass«.

Rund 22.000 Blatt in 49 Archivkästen aus der Zeit von 1885 bis 1950 werden damit in der Akademie der Künste bewahrt: Darunter befinden sich die Manuskripte und Entwürfe zu zahlreichen Werken Heinrich Manns, beispielsweise zu den Romanen In einer Familie, Im Schlaraffenland (Teilmanuskript), Die Göttinnen oder Die drei Romane der Herzogin von Assy, Die kleine Stadt, der Trilogie Das Kaiserreich (Der Untertan, Die Armen, Der Kopf), zu Die Jugend des Königs Henri Quatre (unvollständiges Typoskript), Lidice, Empfang bei der Welt und Der Atem. Neben den Tagebuchaufzeichnungen Zur Zeit von Winston Churchill sind eine Fassung des Memoirenwerks Ein Zeitalter wird besichtigt (Typoskript) sowie zahlreiche Arbeiten zum Fragment Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen überliefert, außerdem Novellen, Erzählungen und Skizzen, Essays und publizistische Arbeiten, Dramen, Gedichte sowie autobiografische Texte. Aber auch Zeichnungen, Briefwechsel, Fotografien und Notizbücher gehören zu diesem Bestand, der alle Lebensphasen Heinrich Manns umfasst. Für die Berliner Jahre von 1928 bis 1933 besteht eine Lücke in der Überlieferung.
Neben dem Nachlass wurden seit der 1950er-Jahre außerdem ein großer Fundus an Manuskripten und Briefen sowie biografische Dokumente Heinrich Manns zusammengetragen. Mit derzeit 60 Archivkästen ist die Sammlung umfangreicher als der Nachlass. Zudem bewahrt das Literaturarchiv die 4.710 Bände umfassende Nachlassbibliothek des Autors.

Informationen zum Heinrich-Mann-Bestand in der AdK, Berlin
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Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum Lübeck
(Archiv des Buddenbrookhauses, BBH)

Umfang des Bestands Heinrich Mann: 3 Archivkästen
Laufzeit: 1891 bis 1949

Zum Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in Lübeck gehört neben den Literaturmuseen auch eine Forschungs- und Gedenkstätte, die sich der Familie Mann widmet. 2012 erwarb das Buddenbrookhaus 81 Postkarten von Thomas an Heinrich Mann. Durch den Ankauf eines umfangreichen Konvoluts mit Postkarten, Briefen, Werkmanuskripten und Notizen Heinrich Manns aus den Jahren 1891 bis 1949 konnte das Archiv 2015 seine Sammlung noch einmal erweitern. In drei Archivkästen werden u.a. seine Briefe an Julia Mann, Inés Schmied, Maria Mann (geb. Kanová) und Leonie Mann aufbewahrt, aber auch Briefe von Max Oppenheimer, Arthur Schnitzler und Thomas Mann an Heinrich Mann. Zu der Sammlung gehören außerdem Werkmanuskripte Heinrich Manns, darunter publizistische Texte, ein Dramenentwurf sowie Notizen zum Roman Der Untertan.

Informationen zum Heinrich-Mann-Bestand im BBH Lübeck

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Feuchtwanger Memorial Library Los Angeles
(FML, University of Southern California)

Umfang der Heinrich Mann Papers: 19 Archivkästen
Laufzeit: 1933 bis 1950

Heinrich Mann übergab selbst einen Teil seiner Manuskripte und Korrespondenzen dem ebenfalls in die USA emigrierten Autor Lion Feuchtwanger. Diese Dokumente aus dem »Amerika-Nachlass« Heinrich Manns gelangten nach 1959 im Zuge der Übernahme der »Lion und Marta Feuchtwanger Papers« an die Feuchtwanger Memorial Library der University of Southern California in Los Angeles. Die Heinrich Mann Papers umfassen 19 Archivkästen mit Unterlagen aus der Exilzeit in Frankreich von 1933 bis 1940 und Materialien aus den Jahren in den USA von 1940 bis 1950; darunter die Manuskripte zu den Romanen Die Jugend des Königs Henri Quatre und Die Vollendung des Königs Henri Quatre sowie zum Memoirenwerk Ein Zeitalter wird besichtigt. Darüber hinaus gehören zu diesem Nachlassteil u.a. Notizbücher, Artikel, Kurzgeschichten, Korrespondenzen, persönliche Dokumente sowie Bleistiftzeichnungen.

Collection: Heinrich Mann papers | Archives at USC
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Deutsches Literaturarchiv Marbach
(DLA Marbach)

Umfang des Teilnachlass Heinrich Mann: 11 Archivkästen
Laufzeit: 1890 bis 1949

Der »Münchener-Nachlass« und der »Amerika-Nachlass« wurden in den 1950er-Jahren der Akademie der Künste, Berlin nicht lückenlos übergeben. Einzelne, von Leonie Mann-Aškenazy zurückbehaltene Bestandteile aus den beiden Teilnachlässen befinden sich heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar. In 11 Archivkästen werden u.a. Werkmanuskripte zu den Stücken Schauspielerin und Varieté aufbewahrt, aber auch zum Prospekt des Romans Die kleine Stadt, zum Romanfragment Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen und zu Teilen des Memoirenwerks Ein Zeitalter wird besichtigt sowie zu Essays. Hinzu kommen Notizbücher, Tagebuchaufzeichnungen von 1939 und 1940, Korrespondenzen und ein Band mit Glückwünschen zum 75. Geburtstag 1946.

Informationen zum Heinrich-Mann-Bestand im DLA Marbach

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Fondation Martin Bodmer in Genf

Umfang des Autografenkonvoluts: 1 Archivkasten
Laufzeit: 1894 bis 1914

Die Fondation Martin Bodmer bei Genf besitzt einige Werkmanuskripte Heinrich Manns, darunter zu den Novellen Auf Reisen, Der Tyrann, Die Branzilla, Felicitas und Pippo Spano. Zu dem Autografenkonvolut gehören außerdem publizistische Texte und ein autobiografisches Manuskript.

Informationen zum Bestand in der Fondation Martin Bodmer, Genf

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Monacensia in München

Umfang: 1 Autografenkonvolut

Die Monacensia im Hildebrandhaus in München ist eine vielbeachtete Forschungsstelle zur Familie Mann. Bereits 1924 schenkte Thomas Mann der neu gegründeten Handschriftenabteilung der Münchner Stadtbibliothek das Manuskript seines Dramas Fiorenza. Durch weitere Schenkungen und Ankäufe wurde die Sammlung beständig erweitert. Unter anderem bewahrt die Monacensia die schriftlichen Nachlässe von Klaus und Erika Mann sowie Teilnachlässe und Autografenkonvolute von weiteren Familienmitgliedern, darunter zahlreiche Briefe und Werkmanuskripte von Heinrich Mann, wie das Stück Der Weg zur Macht, außerdem Übersetzungsmanuskripte, z.B. Choderlos de Laclos’ Gefährliche Freundschaften [Les Liaisons dangereuses, Orig.], und den Aufsatz Erinnerungen an Frank Wedekind. Seit Dezember 2016 befindet sich zudem eine eigens eingerichtete wissenschaftliche Bibliothek zur Familie Mann in der Monacensia.

Informationen zum Bestand in der Monacensia München







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Literaturarchiv des Museums der Tschechischen Literatur, Prag (LA PNP)
Literární archiv Památníku národního písemnictví

Umfang des Teilnachlasses Heinrich Mann: 19 Archivkästen
Laufzeit: 1899 bis 1928, 1940

Nicht der gesamte »Münchener-Teilnachlass«, der 1934 nach Prag transportiert worden war, wurde in den 1950er-Jahren der Akademie der Künste in Berlin übergeben. Einige Unterlagen aus dem »Münchener-«, aber auch aus dem »Amerika-Nachlass« behielt Leonie Mann-Aškenazy zurück. Manche dieser Unterlagen, vorwiegend an Heinrich Mann gerichtete Briefe sowie Manuskripte seines dramatischen und publizistischen Werks, gelangten nach einer wechselvollen Überlieferungsgeschichte teilweise ins Prager Literaturarchiv des Museums der Tschechischen Literatur. In 19 Kästen mit Archivalien aus der Zeit von 1899 bis 1928 sowie 1940 befinden sich Werkmanuskripte u.a. zu den Stücken Schauspielerin und Madame Legros sowie Korrespondenzen, Materialien aus Heinrich Manns Mitgliedschaft in der Preußischen Akademie der Künste, Fotos, aber auch Manuskripte von Henri Barbusse und Paul Zech.

Informationen zum Heinrich-Mann-Bestand im LA PNP Prag
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Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich

Briefwechsel zwischen Heinrich und Thomas Mann
Laufzeit: 1900 bis 1949

Das Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich bewahrt und pflegt den literarischen Nachlass Thomas Manns. Die Bestände setzen sich aus den von Thomas Mann persönlich überlieferten Schriften und Dokumentationen sowie dem Arbeitszimmer mit der privaten Bibliothek zusammen und werden laufend erweitert. Sie umfassen Werkhandschriften, Tage- und Notizbücher, Materialiensammlungen, einen großen Korrespondenzbestand, eine Fotosammlung, eine Pressedokumentation sowie eine Forschungsbibliothek.
Bestandteile des Nachlasses sind u.a. der Briefwechsel mit Heinrich Mann, Werke Heinrich Manns in Thomas Manns Autorenbibliothek sowie Fotografien Heinrich Manns.

Informationen zum Bestand im Thomas-Mann-Archiv an der ETH Zürich
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IMPRESSUM

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HEINRICH MANN: LEBEN, WERK, NACHLASS –
EINE TRANSNATIONALE REKONSTRUKTION
VIRTUELLE AUSSTELLUNG DER AKADEMIE DER KÜNSTE, BERLIN


Konzeption, Texte und Bildauswahl:
Dr. Gabriele Radecke, Christina Möller und Katrin von Boltenstern
Pageflow-Konzept und technische Umsetzung:
Christian Stampfl
Digitalisierung:
Kerstin Marth, Susanne Reinhardt und Uta Simmons
Sprecher:
Dr. Erdmut Wizisla und Martin Schult


BILD- UND TEXTNACHWEISE

Der Großteil der hier präsentierten Abbildungen und Fotografien stammt aus dem Heinrich-Mann-Archiv und der Heinrich-Mann-Sammlung der Akademie der Künste, Berlin. Weitere Scans und Fotografien wurden von den Projektpartnerinstitutionen zur Verfügung gestellt: Der Feuchtwanger Memorial Library (University of Southern California), dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich, dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum (Buddenbrookhaus), dem Literaturarchiv des Museums der Tschechischen Literatur, der Fondation Martin Bodmer in Genf und der Monacensia in München gilt dafür ein großer Dank.
Dem Bundesarchiv sei herzlich für die Bereitstellung des Films Heinrich Mann, Romanschriftsteller und Dramatiker, München, 1920 (Bundesarchiv, B 142885-1) gedankt. Ein weiterer Dank gilt der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden, die uns freundlicherweise einen Ausschnitt aus dem Film Der Blaue Engel, 1930, Regie: Josef von Sternberg, Drehbuch: Robert Liebmann, zur Verfügung gestellt hat.
Auch Christina Cichy-Uhse danken wir für die Genehmigung, aus der Rede Bodo Uhses zitieren zu dürfen sowie Ute Bonné für die Erlaubnis, das Filmplakat von Heinz Bonné zeigen zu können.
Trotz intensiver Recherche konnte für einige Fotografien der Verbleib der Urheberrechte nicht geklärt werden.

Die Werke Heinrich Manns und sein schriftlicher Nachlass sind seit 2021 gemeinfrei, da ihre urheberrechtliche Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tod Heinrich Manns abgelaufen ist.


Siglenverzeichnis

AdK, Berlin Akademie der Künste, Berlin
AKPR Archiv der Kanzlei des Präsidenten der Tschechischen Republik
BBH, Lübeck Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum, Buddenbrookhaus, Lübeck
DLA, Marbach Deutsches Literaturarchiv, Marbach
FML, Los Angeles Feuchtwanger Memorial Library, University of Southern California
HMA Heinrich-Mann-Archiv der Akademie der Künste, Berlin
HMS Heinrich-Mann-Sammlung der Akademie der Künste, Berlin
KS-Zeichnungen HZ Kunstsammlung-Zeichnungen, Handzeichnungen, Akademie der Künste, Berlin
LA PNP, Prag Literaturarchiv des Museums der Tschechischen Literatur, Prag
TMA, Zürich Thomas-Mann-Archiv, ETH Zürich
TMS Thomas-Mann-Sammlung der Akademie der Künste, Berlin


Bildnachweise: Titel, Kapitelübersicht und Kapitelabschluss

Arnold de Florence, Scherenschnitt mit Porträt Heinrich Manns, ohne Ort, um 1910 (AdK, Berlin, HMS 8073).

Erich Büttner, Heinrich Mann 11.8.1928, Zeichnung, ohne Ort, 11. August 1928 (AdK, Berlin, KS-Zeichnungen HZ 2592).

Erich Büttner, Heinrich Mann in Heringsdorf Aug. 1928, Zeichnung, Heringsdorf, August 1928 (AdK, Berlin, KS-Zeichnungen HZ 2598).

Erich Büttner, Heinrich Mann in Heringsdorf VIII 1931 liest die Morgenpost (weils regnet), Zeichnung, Heringsdorf, August 1928 (AdK, Berlin, KS-Zeichnungen HZ 2591).

Heinrich Mann, München, undatiert. Foto: Atelier Leopold (AdK, Berlin, HMA 3674).

Heinrich Mann, Zola, Manuskriptseiten aus dem Essay, München, 11. Oktober 1915. Foto: Erik-Jan Ouwerkerk (AdK, Berlin, HMS 3979).


Gemeinfreie Postkarten und Fotografien

Ansichtskarten aus der Zeit um 1900, Lizenz gemeinfrei, bereitgestellt von
Zeno.org

Bilder des Bundesarchivs, für Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt
(CC BY-SA 3.0 de)
Bundesarchiv, Bild 102-13623 / CC-BY-SA 3.0
Bundesarchiv, Bild 183-34196-0001 / CC-BY-SA 3.0

Gemeinfreie Fotografien aus dem Nachlass von Annemarie Schwarzenbach:
Schweizerische Nationalbibliothek, SLA-Schwarzenbach-A-5-11/311
Schweizerische Nationalbibliothek, SLA-Schwarzenbach-A-5-24/071


Unveröffentlichte Texte

Brief von Heinrich Mann an Viktor Mann, Los Angeles, 28. September 1946 (AdK, Berlin, HMS 4593).

Rede von Bodo Uhse, gehalten bei der Übergabe des Heinrich-Mann-Nachlasses in Prag am 6. Februar 1958 (AdK, Berlin, Bodo-Uhse-Archiv 297/1).


LITERATURHINWEISE

Heinrich Mann 1871–1950. Werk und Leben in Dokumenten und Bildern. Mit unveröffentlichten Manuskripten und Briefen aus dem Nachlaß, hg. von der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin, Berlin/Weimar 1971

Heinrich Mann, Studienausgabe in Einzelbänden,
hg. von Peter-Paul Schneider, fortgeführt von Michael Stark, Frankfurt am Main 1986ff

Heinrich Mann, Gesammelte Werke in Einzelbänden, hg. von Peter-Paul Schneider, Frankfurt am Main 1994ff

Heinrich und Thoma Mann. Ihr Leben und Werk in Text und Bild. Katalog zur ständigen Ausstellung im Buddenbrookhaus der Hansestadt Lübeck, hg. von Eckhard Heftrich, Peter-Paul Schneider, Hans Wißkirchen, Lübeck 1994

Heinrich Mann/Félix Bertaux, Briefwechsel 1922–1948, auf der Grundlage der Vorarbeiten von Sigrid Anger, Pierre Bertaux und Rosemarie Heise bearbeitet von Wolfgang Klein, Frankfurt am Main 2002 (= Heinrich Mann: Gesammelte Werke in Einzelbänden, hg. von Peter-Paul Schneider)

Heinrich Mann, Essays und Publizistik.
Kritische Gesamtausgabe in neun Bänden, hg. von Wolfgang Klein, Anne Flierl und Volker Riedel, Bielefeld 2009ff

Thomas Mann/Heinrich Mann, Briefwechsel 1900–1949
, hg. von Hans Wysling, erweiterte Neuausgabe, Frankfurt am Main 1995

Manfred Flügge, Heinrich Mann. Eine Biographie, Reinbek bei Hamburg 2006

Peter Lange, Prag empfing uns als Verwandte. Die Familie Mann und die Tschechen, Haselbach 2021

Christina Möller, Nachlassgeschichte und Archive, in: Heinrich Mann-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, hg. von Andrea Bartl, Ariane Martin und Paul Whitehead, Stuttgart 2021 (in Vorbereitung)

Christina Möller, »Nun liegen sie im Regen, meine Manuskripte.« Zur Bestandsgeschichte des Heinrich-Mann-Archivs, in: Heinrich Mann-Jahrbuch 20 (2002), S. 167‒195

Gabriele Radecke, Denker, Dichter, Demokrat, in: Journal der Künste 15 (2021), S. 70–72

Wilfried F. Schoeller, Heinrich Mann, Bilder und Dokumente, Katalogbuch zur Ausstellung und zur Sendereihe des Hessischen Rundfunks Heinrich Mann Augenzeuge des Jahrhunderts 1871/1950 von Wilfried F. Schoeller, München 1991

Peter Stein, Heinrich Mann, Stuttgart/Weimar 2002




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Akademie der Künste
Robert-Koch-Platz 10
10115 Berlin
Telefon: +49(0)30 200 57-3000
Telefax: +49(0)30 200 57 3102
E-Mail: literaturarchiv@adk.de
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Ein internationales Kooperationsprojekt wird erstmals die Teile des umfangreichen Heinrich-Mann-Nachlasses virtuell zusammenführen und vernetzen. Zur Vorbereitung dieses ambitionierten Vorhabens werden zunächst die in allen Archiven befindlichen Nachlassteile digitalisiert. Die Digitalisierung des Heinrich-Mann-Bestandes im Archiv der Akademie der Künste, Berlin wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sie wird gemeinschaftlich vom Literaturarchiv sowie den Abteilungen Medienservice, Langzeitarchivierung und Bestandserhaltung durchgeführt. Die etwa 30.000 Scans werden anschließend im digitalen Schaufenster der Akademie der Künste (https://digital.adk.de) veröffentlicht. Dazu gehören Werkhandschriften, Notizbücher, Geschäftsunterlagen, biografische Dokumente, Fotos, familiengeschichtliche Unterlagen und bildkünstlerische Arbeiten.

Abbildung: Physische Vorbereitung für das Scannen. Entnahme von Manuskriptseiten aus dem Einzelblattablagekasten, einem effizienten Hilfsmittel im sorgfältigen Umgang mit ungebundenem Archivgut. Foto: Kerstin Marth (AdK, Berlin).


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In einem zweiten Schritt wird ein Online-Portal entwickelt, das die weltweit zerstreuten Teilnachlässe virtuell mit dem Berliner Bestand zusammenführt. Das Online-Portal »Heinrich Mann DIGITAL« entsteht im Archiv der Akademie der Künste (AdK, Berlin) in Kooperation mit der Heinrich-Mann-Gesellschaft (Lübeck), der Feuchtwanger Memorial Library (FML, University of Southern California), dem Deutschen Literaturarchiv (DLA, Marbach), dem Thomas-Mann-Archiv (ETH Zürich), dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum, Buddenbrookhaus (BBH, Lübeck), dem Literaturarchiv des Museums der Tschechischen Literatur (LA PNP, Prag), der Fondation Martin Bodmer in Genf und der Monacensia in München, ebenso in Abstimmung mit den laufenden Editionsprojekten sowie den Verlagen S. Fischer und Aisthesis.
Dieses digitale »Puzzle« der Nachlassteile wird so zum Modell für die digitale Nachlasserschließung. Zerstreute literarische Bestände des 20. Jahrhunderts lassen sich transnational auf eine neue Stufe der Sichtbarkeit heben, strukturieren und zuordnen: nach Werkchronologien, Beständen und Standorten. Von dem digitalen Kooperationsprojekt gehen entsprechende Impulse aus – für die Editionsphilologie, die Literaturgeschichte, die Heinrich-Mann- und die Exil-Forschung sowie für die Provenienzforschung und die Rekonstruktion von Überlieferungswegen.

www.heinrich-mann-digital.net

Abbildung: Archivkästen des Heinrich-Mann-Archivs, Berlin, 2021, Foto: Kerstin Marth (AdK, Berlin).

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